Vorübergehende Schließung des Wichtelbrunnenbades
Bakterien-Befall
im Dusch-Leitungssystem aufgrund technischen Defekts
Start der neuen
Badesaison? Die aktuelle Untersuchung des Trinkwassers im Wichtelbrunnenbad
macht dem einen Strich durch die Rechnung. Die Beprobung des Gesundheitsamtes
hat einen Legionellen-Befall im Leitungssystem der Duschen ergeben, weshalb wir
das Bad vorübergehend wieder schließen werden.
Grund für die
Verunreinigung ist ein noch nicht lokalisierter Defekt. Andere Wasser-Systeme
sind nicht betroffen. Die Schwimmbecken und auch die Toiletten könnten
weiterhin genutzt werden. Das Trinken von Legionellen-haltigem Wasser ist für
fast alle Bevölkerungsgruppen unbedenklich. Eine direkte Übertragung von Mensch
zu Mensch ist nicht bekannt. Doch es gibt besonders gefährdete Personengruppen,
weshalb wir den kompletten Badebetrieb vorübergehend komplett sperren, um kein
Risiko für andere zu generieren. Denn Menschen mit stark eingeschränkter
Immunabwehr, das können auch Kleinkinder oder Menschen im hohen Alter sein,
müssen geschützt werden. Wir, als Betreiberin, haben daher eine besondere
Sorgfaltspflicht gegenüber unseren Gästen, die wir ernst nehmen, um all unsere
Gäste schützen.
Wir sind zudem angehalten,
die nutzenden Personen gemäß § 16 Absatz 1 Nr. 1 TrinkwV 2012 über die
Ergebnisse dieser Untersuchungen zu informieren. Das am 31. August 2026
festgestellte Ergebnis überschreitet den technischen Maßnahmenwert für
Legionellen-Bakterien. Das Gesundheitsamt Kassel ist informiert und erste
Spülungen haben bereits stattgefunden.
Mit Hilfe von
Sachverständigen wird an der Ursachenbehebung gearbeitet, um schnell die
technischen Probleme zu lokalisieren die
zu der erhöhten Legionellen-Belastung führen.
Wir danken für
Ihr Verständnis und werden Sie informieren, sobald die Schließung wieder
aufgehoben werden kann. Für Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Hintergrund
Legionellen sind Bakterien, die natürlicher Bestandteil aller Süßwässer sind, also auch natürlicher Bestandteil unseres Frischwassers. Unter günstigen Lebensbedingungen können sie sich in wasserbenetzten Anlagen schnell vermehren und durch die hohe Anzahl ein Gesundheitsrisiko darstellen. Die Infektion erfolgt durch Einatmen infizierter Partikel in der Luft (kontaminierter Aerosole), nicht durch Trinken. Die Aerosole entstehen z.B. beim Duschen und können z.B. auch über Lüftungssystem weiter verteilt werden.
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