Beispielbild Feuer.

    7. Hitze, Dürre & Waldbrände

    Hier geht es um das richtige Handeln bei Hitzewarnung. Auch Waldbrände häufen sich in den letzten Jahren hier in Nordhessen und werden durch das Ansteigen der Durchschnittstemperaturen mehr werden. Hitze und Dürre bedeuten auch gesundheitliche Risiken und erhöhte Brandgefahr. Lesen Sie hier, wie Sie sich und Ihre Familie vor Hitzefolgen schützen und Waldbrände vermeiden können.

    Die Hitzebelastung in Deutschland hat in den vergangen Jahren stetig zugenommen. Die Zahl der „Heißen Tage“, an denen 30 °C oder mehr als Höchsttemperatur gemessen wurde, ist signifikant gestiegen, die Spitzen nehmen im Rahmen der Klimaerwährmung weiter zu. Das bringt gesundheitliche Risiken mit sich.

    Alleine im Juni 2026 sind laut RKI mehr als 4.000 Menschen an Hitze gestorben, die Sterblichkeit lag laut Statistischem Bundesamt etwa 10 Prozent höher als in den Jahren zuvor. Es ist daher besonders wichtig, bei hohen Wärmebelastungen auf Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn zu achten, die zu den besonders gefährdeten Personengruppen zählen.

    Regelmäßige Besuche und Telefonate können helfen, bei gesundheitlichen Problemen rechtzeitig einzugreifen. Es gibt einige Dinge, die Sie tun können, um sich auf die Hitze vorzubereiten und sich vor den Auswirkungen der Hitze zu schützen.


    Vor der Hitze

    • Sorgen Sie für ausreichend Getränkevorräte. Gute Durstlöscher sind Mineralwasser (auch gegen den Mineralverlust durch Schwitzen), verdünnte Säfte und Kräuter- oder Früchtetee – aber nicht eiskalt! Kühl oder lauwarm helfen sie dem Körper besser, mit der Hitze umzugehen. Alkohol- oder koffeinhaltige Getränke sollten Sie besser vermeiden, diese belasten den Kreislauf zusätzlich
    • Machen Sie Ihr Zuhause hitzefest. Dunkeln Sie Ihre Räume ab und sorgen Sie für Schattenplätze auf Ihrem Balkon oder Ihrer Terrasse
    • Wenn Sie auf Medikamente angewiesen sind: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt! Es kann sinnvoll sein, die Dosierung bei Hitze anzupassen

    Während der Hitze

    • Tragen Sie weite, leichte und helle Kleidung und bei Aufenthalt im Freien eine Kopfbedeckung
    • Trinken Sie viel! Mindestens 1,5-2 Liter pro Tag. Schaffen Sie kleine Erinnerungshilfen (zum Beispiel ein volles Glas griffbereit in Sichtweite stellen, gemeinsam mit dem Hausarzt einen Trinkplan erstellen)
    • Gemüse, Salate und wasserreiches Obst sind bei Hitze ideal. Salzhaltige Lebensmittel helfen, den Mineralverlust auszugleichen. Vermeiden Sie schwer verdauliche und fettreiche Gerichte, diese belasten den Körper zusätzlich
      ACHTUNG
      Auf keinen Fall Menschen oder Tiere allein im heißen Auto zurücklassen. Die Temperaturen in einem abgestellten Auto steigen sehr schnell deutlich über Außentemperatur-Niveau. Es besteht Lebensgefahr!

      Tipps für Drinnen

      • Bevorzugt zu kühleren Tageszeiten, zum Beispiel am frühen Morgen, lüften
      • Geschlossene Fenster abdunkeln
      • Verwenden Sie zum Abkühlen kalte Fußbäder, Sprühflaschen mit Wasser (regelmäßig reinigen, um Verkeimungen zu vermeiden) oder kühlende Körperlotionen. Handgelenke und Unterarme unter kaltes Wasser halten wirkt auch lindernd
      • Lauwarm Duschen! Kalte Duschen erschweren dem Körper die Wärmeabgabe. Für Kinder eignen sich Planschbecken oder andere Wasserspiele
      • Auch nachts nur leichte Bekleidung und leichte Bettwäsche verwenden, um einen Hitzestau zu vermeiden

      Tipps für draussen

      • onnenschutzmittel nicht vergessen! Verwenden Sie Mittel mit mindestens Lichtschutzfaktor 20, für Kleinkinder Lichtschutzfaktor 30. Bei längerem Aufenthalt im Freien regelmäßig nachcremen
      • Kopfbedeckung nicht vergessen! Auch Sonnenschirme können hilfreich sein
      • Pralle Sonne wenn möglich meiden, Schatten bevorzugen
      • Körperliche Betätigungen wie Einkaufen, Spaziergänge und Sport möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden legen
      • Bei den anhaltend hohen Temperaturen laden überall Badestellen und Gewässer zur Abkühlung ein. In Niestetal sind das u.a. das Naturerlebnisbad (Freibad), das Wichtelbrunnenbad (Hallenbad) und die angrenzenden Gewässer, wie die Nieste, Aue und der Park Heiligenrode. Schwimmen in der Fulda kann lebensgefährlich sein!

      ERSTE-HILFE-MAẞNAHMEN
      • Gehen Sie nicht achtlos an Hilfsbedürftigen vorbei – helfen Sie!
      • Bringen Sie hilfsbedürftige Personen in den Schatten.
      • Lockern Sie die Kleidung, bieten Sie etwas zu trinken an.
      • Rufen Sie den Notruf 112.

      waldbrände vermeiden

      Bei anhaltender Trockenheit und hohen Temperaturen steigt auch in unseren Breiten das Waldbrandrisiko schnell an. Dafür wird die Gemeinde Niestetal auch zeitnah ein spezielles Feuerwehrfahrzeug anschaffen, das extra für den Einsatz bei Vegetationsbränden ausgestattet ist. Sollte es zu einem Waldbrand in der Nähe kommen, richten Sie sich nach den Anweisungen und ggf. Evakuierungsaufforderungen der Feuerwehr und Behörden. Erste Maßnahme, Fenster und Türen schließen!

      Der Deutsche Feuerwehrverband gibt folgende Tipps zur Vermeidung:

      • Werfen Sie keine Zigaretten oder andere brennende Gegenstände in die Natur – erst recht nicht aus dem Fahrzeug! Schnell kommt es zu einem Böschungsbrand an Autobahnen und anderen Straßen
      • Lassen Sie niemals Fahrzeuge mit heißen Abgasanlagen auf trockenen Feldern oder Wiesen stehen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Vegetation daran entzündet. Dies betrifft neben allen Modellen mit am Fahrzeugboden liegenden Katalysatoren (viele Pkw mit Otto-Motoren) künftig auch immer mehr Fahrzeuge mit der Abgasnorm Euro VI. Werden diese in den Regenerationsmodus geschaltet, können sehr hohe Temperaturen auftreten
      • Grillen Sie in der Natur nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen. Respektieren Sie Verbote zum Beispiel in Waldbrand gefährdeten Gebieten
      • Melden Sie Brände oder Rauchentwicklungen sofort über Notruf 112. Hindern Sie Entstehungsbrände durch eigene Löschversuche an der weiteren Ausbreitung, wenn Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr bringen

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