Was tut die Gemeinde?

    Um bis zum Jahr 2035 CO2-neutral zu sein, gibt es für die Gemeinde Niestetal noch viel zu tun. Der Beschluss eines Klimaschutzkonzeptes allein reicht nicht aus. Viele kleine und große Projekte aus dem Maßnahmenplan sollen in den nächsten Jahren Schritt für Schritt umgesetzt werden. Projekte, die gut geplant sein wollen.

    Für die Planung und die beratende begleitung bei der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes beschäftigt die Gemeinde Niestetal den Klimaschutzmanager Arno Scheer. Die auf drei Jahre befristete Planstelle des Klimaschutzmanagers wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und die BMU-Klimaschutzinitiative.

    Vordringliche Aufgaben des Klimaschutzmanagers sind:

    • Öffentlichkeitsarbeit
    • Bürgerbeteiligung
    • Energiegesellschaft Niestetal
    • Aufsuchende unabhängige Initialberatung
    • Klimaschutz in der Verwaltung
    • Beratung für Immobilienbesitzer
    • Ausbau von Erneuerbaren Energien
    • Klimaschutz‐Controlling
    • Energie‐Tisch
    • Energieseminare
    • Anreizprojekte zur Energieeinsparung

    Hinter den meisten Punkten steckt Öffentlichkeits- und Überzeugungsarbeit. Denn das größte Potenzial - und das ist eine wichtige Erkenntnis aus dem Niestetaler Klimaschutzkonzept - liegt in der Energieeffizienz und der Energieeinsparung in den privaten Haushalten.

    Bekenntnis zum Klimaschutz

    Um ihr Bestreben zu kommunizieren und sich öffentlich zum Klimaschutz zu bekennen, ist die Gemeinde Niestetal an verschiedenen Organisationen und PR-Projekten beteiligt.

    Niestetal...

    ist seit 2009 Mitglied im Aktionsbündnis „100 Kommunen für den Klimaschutz"ist seit 2010 Mitglied im Rat der Gemeinden und Regionen Europasist seit 2011 Gesellschafterin im wissenschaftlichen Anwendungszentrum „Institut für dezentrale Energietechnologien gemeinnützige GmbH" in Kasselmacht seit einigen Jahren mit bei der Solarbundesliganimmt seit einigen Jahren teil an der bundesweiten Imagekampagne SolarLokalnimmt seit 2011 teil an einem Europäischen Forschungsprojekt „Energyregion" im Forschungsprogramm „Central Europe", an dem sich neben zwei anderen deutschen Kommunen auch polnische, slowenische und tschechische Regionen beteiligen (Dauer 3 Jahre - Förderung durch die Europäische Union)

    Strassenbeleuchtung: Umstellung auf LED

    Sandershäuser Berg
    Beim Bau der Straßenbeleuchtung entlang der Südanbindung und im Gewerbegebiet wurden ausschließlich LED-Leuchten verwendet. Sie benötigen weniger als die Hälfte der Energie herkömmlicher Lampen und haben zudem eine wesentlich längere Lebensdauer. Als gemeinsames Projekt mit den Städtischen Werken Kassel wurde die Beleuchtung im Bereich des Fuß- und Radweges entlang der Südanbindung umgesetzt. Die Leuchten sind hier in der Regel ausgeschaltet und schalten sich bei Bewegung durch Radfahrer oder Fußgänger selbständig über Bewegungsmelder abschnittsweise ein. Nach der Durchquerung schalten sie sich wieder selbständig aus. Das spart Energie.

    Was die Straßenbeleuchtung im restlichen Ort betrifft, sind von den rund 1.250 Straßenlampen in ganz Niestetal mittlerweile 300, d.h. rund ¼ auf LED-Technik umgerüstet. Im Jahr 2011 hatte die Gemeinde im Ortsteil Sandershausen mit der Umstellung von den alten Quecksilberdampflampen auf LED-Technik begonnen. Im Jahr 2012 wird die die Austausch-Aktion in Heiligenrode fortgesetzt. Bei dieser Gelegenheit wird auch die Standfestigkeit der Laternenmasten überprüft.