Vorübergehende Schließung des Wichtelbrunnenbades

    Bakterien-Befall im Dusch-Leitungssystem aufgrund technischen Defekts [01.09.2026]
    Weiter unten mit 1. Update.

    Start der neuen Badesaison? Die aktuelle Untersuchung des Trinkwassers im Wichtelbrunnenbad macht dem einen Strich durch die Rechnung. Die Beprobung des Gesundheitsamtes hat einen Legionellen-Befall im Leitungssystem der Duschen ergeben, weshalb wir das Bad vorübergehend wieder schließen werden. 

    Grund für die Verunreinigung ist ein noch nicht lokalisierter Defekt. Andere Wasser-Systeme sind nicht betroffen. Die Schwimmbecken und auch die Toiletten könnten weiterhin genutzt werden. Das Trinken von Legionellen-haltigem Wasser ist für fast alle Bevölkerungsgruppen unbedenklich. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt. Doch es gibt besonders gefährdete Personengruppen, weshalb wir den kompletten Badebetrieb vorübergehend komplett sperren, um kein Risiko für andere zu generieren. Denn Menschen mit stark eingeschränkter Immunabwehr, das können auch Kleinkinder oder Menschen im hohen Alter sein, müssen geschützt werden. Wir, als Betreiberin, haben daher eine besondere Sorgfaltspflicht gegenüber unseren Gästen, die wir ernst nehmen, um all unsere Gäste schützen.

    Wir sind zudem angehalten, die nutzenden Personen gemäß § 16 Absatz 1 Nr. 1 TrinkwV 2012 über die Ergebnisse dieser Untersuchungen zu informieren. Das am 31. August 2026 festgestellte Ergebnis überschreitet den technischen Maßnahmenwert für Legionellen-Bakterien. Das Gesundheitsamt Kassel ist informiert und erste Spülungen haben bereits stattgefunden. 

    Mit Hilfe von Sachverständigen wird an der Ursachenbehebung gearbeitet, um schnell die technischen Probleme zu lokalisieren die zu der erhöhten Legionellen-Belastung führen. 

    Wir danken für Ihr Verständnis und werden Sie informieren, sobald die Schließung wieder aufgehoben werden kann. Für Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. 

    Hintergrund
    Legionellen sind Bakterien, die natürlicher Bestandteil aller Süßwässer sind, also auch natürlicher Bestandteil unseres Frischwassers. Unter günstigen Lebensbedingungen können sie sich in wasserbenetzten Anlagen schnell vermehren und durch die hohe Anzahl ein Gesundheitsrisiko darstellen. Die Infektion erfolgt durch Einatmen infizierter Partikel in der Luft (kontaminierter Aerosole), nicht durch Trinken. Die Aerosole entstehen z.B. beim Duschen und können z.B. auch über Lüftungssystem weiter verteilt werden.

    1. Update vom 02.09.2026

    Das Wichtelbrunnenbad ist vorübergehend geschlossen, doch für uns fängt die Arbeit gerade erst an.

    Hier geben wir Ihnen einen Einblick in die Arbeit und Vorgehensweise im Fall einer übermäßigen Legionellen-Belastung in unseren Duschleitungen. 

    Zudem wollen wir Ihnen, lieben Gästen, Schulen, Kindergärten, Vereinen und Kursleitungen, eine große ENTSCHULDIGUNG aussprechen! Eigentlich wollten wir wieder voll durchstarten, aber jetzt ist nach der routinemäßigen Sommerpause wieder der Betrieb gestört.

    Nach der Endbeprobung zum Abschluss der Revisions-Schließzeit vor einer Woche, die erst nach etwa 8 Tagen aussagefähig ist, haben wir am späten Montag mitgeteilt bekommen, dass das Duschen aufgrund einer zu hohen Legionellen-Belastung untersagt werden muss. 

    Daraufhin haben wir alle Faktoren abgewogen und sind zu dem Entschluss gekommen, das Bad vorübergehend zu schließen. 

    Denn obwohl bei gesunden Menschen keine Gefahr droht und auch das Schlucken kontaminierten Wassers beim z.B. Duschen keine Auswirkungen zeigt, könnten sich vor allem die Atemwege von besonders immunschwachen Personen entzünden oder für Grippesymptome sorgen. Eine unnötige Gefahr für Kleinkinder und ältere Menschen, die regelmäßig unser Bad besuchen.

    Die Gegenmaßnahmen zur Beseitigung der Legionellen-Bakterien haben bereits angefangen und könnten auch bereits die Anzahl reduziert haben. 

    Die nächste Beprobung steht in den kommenden Tagen an und mit Ergebnissen ist frühestens Ende nächster Woche zu rechnen.

    Parallel betreiben wir Ursachenforschung, um das Problem zukünftig zu unterbinden. Wir danken allen Beteiligten für ihren schnellen Einsatz und ihre Expertise. Die Zusammenarbeit mit externen Partnern, dem Gesundheitsamt und unserem eigenen Team ermöglicht es uns die Situation schnell und professionell zu bewältigen. 

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