3. Stromausfall & Blackout

    Hier geht es um das richtige Handeln bei einem Stromausfall bzw. einem Blackout. Vor der Flutkatastrophe im Ahrtal lag der Rekord bei 6 Tagen im Münsterland 2005. Im Ahrtal hingegen dauerte es 2021 gut fünf Wochen, bis die Stromversorgung wieder vollständig wiederhergestellt war.  Besonders im Winter ist richtiges Handeln wichtig, wie der Ausfall in Berlin 2026 zeigte.


    Was tun, wenn die Energie ausfällt?


    Wissen Sie, wie abhängig Sie von Strom, Gas, Öl oder Fernwärme sind? Spätestens seit dem Frühjahr 2022 wirkt das Thema dominanter als jemals zuvor. Aber was passiert, wenn alles ausfällt?

    Das Telefon ist tot, die Heizung springt nicht an, warmes Wasser fehlt, das Internet fällt aus, Strom zum Aufladen des Smartphones fehlt, das Licht ist weg. Schnell merken Sie, wie abhängig Sie von elektrischer Energie sind und wie beschwerlich der Alltag ohne Strom wird. Daher sind Sie besonders jetzt dazu aufgerufen Energie zu sparen wo immer es auch geht. In der Regel werden Stromausfälle in wenigen Stunden behoben. Aber es kann in Notsituationen durchaus auch einmal Tage dauern, bis der Strom wieder verfügbar ist. Beispielsweise wenn Stromleitungen bei einem Unwetter oder starken Schneefällen beschädigt wurden.

    Hier finden Sie Tipps, wie Sie die Auswirkungen eines Stromausfalls auf sich und Ihr Umfeld mildern können. So herausfordernd die Situation auch sein mag, mit ein wenig Vorbereitung lässt sie sich gut meistern.


    Richtig handeln beim Energieaussfall / Blackout

    DIE HEIZUNG FÄLLT AUS

    Mit warmer Kleidung lässt sich die Heizung eine Zeitlang ersetzen. Wer einen Kamin oder Ofen hat, sollte einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz im Haus haben. Prüfen Sie zudem, ob die Installation einer alternativen „stromlosen“ Heizquelle in Ihrem Zuhause möglich ist. Lassen Sie sich dazu von Fachleuten beraten.

    Bei gasbetriebenen Heizquellen achten Sie unbedingt darauf, dass Sicherheitsvorkehrungen wie zum Beispiel eine Sauerstoffmangel- und Zündsicherung bei dem Gerät vorliegen. Die Installation eines sogenannten CO²-Warnmelders erhöht Ihre Sicherheit.

    Wählen Sie möglichst einen Raum zum Aufenthalt und halten Sie die Türen geschlossen, damit Wärme nicht entweichen kann. Achten Sie jedoch trotzdem darauf, regelmäßig zu lüften! Besonders wenn Sie beispielsweise Kerzen als alternative Lichtquelle nutzen, ist eine regelmäßige Erneuerung des Sauerstoffgehalts in Ihren Räumen wichtig.

    DAS LICHT IST AUS

    Bevorraten Sie Kerzen, Feuerzeuge und Taschenlampen (z.B. eine Kurbeltaschenlampe oder auch Solar- und LED-Leuchten) sowie Ersatzleuchtmittel, Batterien und Streichhölzer im Haus. Halten Sie auch mehrere Geräte zum Ersatz vor.

    Beachten Sie beim Einsatz immer die Herstellervorgaben und achten Sie bei offenen Flammen immer darauf, diese nicht unbeobachtet zu lassen. Es herrscht Brandgefahr!

    Nutzen Sie wenn möglich feuerfeste Gefäße, bei Kerzen beispielsweise Windlichter, um die Brandgefahr zu reduzieren.

    DIE KÜCHE BLEIBT KALT

    Kleinere Mahlzeiten können Sie auf einem Campingkocher zubereiten.

    Nutzen Sie einen Garten- oder Tischgrill, der mit Holzkohle oder Gas betrieben wird. Aber Vorsicht! Nicht in der Wohnung oder im Haus grillen – es besteht Erstickungsgefahr!

    Sie sind nun auch im Vorteil, wenn Sie bei Ihrem Lebensmittelvorrat an haltbare Lebensmittel gedacht haben, die kalt verzehrt werden können.

    WEITERE HINWEISE

    Sorgen Sie dafür, dass die Akkus Ihrer Laptops, Smartphones, Telefonen, Tablets, etc. geladen sind.

    Solarbetriebene Batterieladegeräte können eine Hilfe sein.

    Denken Sie daran, eine ausreichende Bargeldreserve im Haus zu haben, da bei Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren.

    Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio bereit. Weitere Infos gibt es in der Broschüre „Stromausfall – Vorsorge und Selbsthilfe“ des BBK (siehe unten).


    Wichtige Links & Downloads

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