2. Handlungsfähig bleiben

    Hier geht es um die richtige Handlungsfähigkeit im Katastrophenfall. Was muss ich tun, wenn ein Krisenfall eintritt? Dazu zählen neben dem Führen von Checklisten auch die Themen Dokumentenmappe, Informationsbeschaffung und Notfallgepäck. Denn wichtige Dokumente müssen griffbereit gehalten werden, alles Wichtige sollte an einem Platz sein.


    Wichtige Dokumente griffbereit halten – alles Wichtige an einem Platz 


    Was soll man tun, wenn es brennt oder eine Überflutung eintritt und das Wasser kommt? Alle müssen schnell aus dem Haus oder werden sogar evakuiert. Sie wissen nicht, was alles beschädigt oder zerstört werden könnte und fangen an Wichtiges und Unwichtiges zusammenzupacken oder gar zu vergessen. 

    Behalten Sie die Ruhe und denken Sie rechtzeitig darüber nach, was für Sie wichtig ist. Stellen Sie alle wichtigen Dokumente zusammen und bewahren diese an einem Ort griffbereit in einer Tasche auf. Für den Notfall sollten alle Familienmitglieder über den Standort der Tasche Bescheid wissen.

    Tipp zur Absicherung: Hinterlegen Sie Duplikate wichtiger Dokumente bei Freunden, Verwandten, Notaren, Anwälten oder Banken.

    Hochwasser, heftiger Schneefall oder abgehende Hänge können außerdem dazu führen, dass Teile der Bevölkerung von der Außenwelt abgeschnitten werden. Informationen und Warnmeldungen sind überlebenswichtig. Oftmals sind die Eingeschlossenen nur über Rundfunk, Fernsehen oder Internet erreichbar. Fernsehgeräte und Internet funktionieren aber nur mit Strom, der möglicherweise auch ausfällt. So bleibt nur das Radio als Hauptwarnmittel. 

    Haben Sie deshalb immer ein batteriebetriebenes Rundfunkgerät und Reservebatterien oder ein Kurbelradio im Haus. Auch transportable Solarpanele und aufgeladene Powerbanks können in Notsituationen hilfreich sein.

    Das gehört in eine Dokumentenmappe (als Original):

    » Familienurkunden (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunden) bzw. Stammbuch

    Das gehört in eine Dokumentenmappe (als Original oder beglaubigte Kopie):

    » Sparbücher, Kontoverträge, Aktien, Wertpapiere, Versicherungspolicen

    » Renten-, Pensions- und Einkommenssteuerbescheide

    » Qualifizierungsnachweise: wichtige Zeugnisse (Schulzeugnisse, Hochschulzeugnisse, Nachweise über
        Zusatzqualifikationen)

    » Verträge und Änderungsverträge, z.B. auch Miet-, Leasingverträge etc.

    » Testament, Patientenverfügung und sonstige Vollmachten

    Das gehört in eine Dokumentenmappe (als einfache Kopie): 

    » Personalausweis, Reisepass, Führerschein und Fahrzeugpapiere sowie Grundbuchauszüge

    » Sämtliche Änderungsbescheide für empfangene Leistungen

    » Zahlungsbelege für Versicherungsprämien, u.a. Rentenversicherung

    » Meldenachweise der Arbeitsämter, Bescheide der Agentur für Arbeit

    » Rechnungen, die offene Zahlungsansprüche belegen

    » Mitglieds- oder Beitragsbücher von Verbänden, Vereinen oder sonstigen Organisationen

    » Impfpass, u.U. Organspende-Ausweis sowie persönliche Informationen über spezielle Krankheiten, Medikamente
       und Allergien


    Gepäck für den Notfall – so packen Sie praktisch


    Es ist etwas passiert und alle müssen raus aus dem Haus. Eine Evakuierung ist angesagt. Der Auslöser: ein Leck in der Gasleitung, ein Brand im Nachbarhaus, der Fund von Weltkriegsmunition oder drohendes Hochwasser. Es gibt viele denkbare Notsituationen und je nachdem kann es eine längere Zeit dauern, bis Sie wieder zurück in Ihre Wohnung dürfen. Jetzt können Sie nicht lange nachdenken, was Sie mitnehmen sollen. Deshalb machen Sie sich schon vorab Gedanken über Ihr Notgepäck und halten Sie es auch soweit wie möglich griffbereit gepackt.

    Oberste Grundregel beim Packen: Nehmen Sie für jedes Familienmitglied nicht mehr mit als in einen Rucksack passt. Ein Rucksack ist praktischer als ein Koffer, da Sie beide Hände frei haben. Das Notgepäck soll helfen, die ersten Tage außer Haus zurecht zu kommen.

    Außerdem: Daran denken wichtige Dinge mitzunehmen, die Sie nicht vorbereitend packen können:
    - Personalausweis / Reisepass
    - Bargeld, Geldkarten
    - Gesundheitskarte der Krankenversicherung
    - Impfpass
    - Haustürschlüssel, ggf. Autoschlüssel
    - Handy / Smartphone falls vorhanden, damit Sie mit Angehörigen in Kontakt bleiben können

    Das gehört sonst noch in einen Notfallrucksack: 

    » Erste-Hilfe-Material und persönliche Medikamente

    » Batteriebetriebenes Radio und Reservebatterien 

    » Dokumententasche mit allen wichtigen Dokumenten 

    » Verpflegung für 2 Tage in staubdichter Verpackung 

    » Wasserflasche, Essgeschirr und Essbesteck  (auch Messer und Dosenöffner)

    » Taschenlampe, Schlafsack und oder Decke

    » Kleidung und Hygieneartikel für ein paar Tage (auf die Jahreszeit achten)

    » Fotoapparat oder Smartphone inkl. Lademöglichkeit (um gegebenenfalls während dem Ereignis oder nach der Rückkehr
       Schäden dokumentieren zu können)

    » Wetterschutzbekleidung, wie eine Regenjacke und Regenhose oder ein langer Regenmantel sowie wetterfeste Schuhe
       oder Gummistiefel 

    » Mundschutz FFP 2 oder 3 und Tücher

    » Für Kinder: Brustbeutel oder eine SOS-Kapsel mit Namen, Geburtsdatum und Anschrift. SOS-Kapseln erhalten Sie in
        Apotheken und Drogerien oder Online. Außerdem kann eine Ablenkung, wie ein Stofftier, was zum Malen oder ein
        Buch
     wichtig sein, um Stabilität und Unterhaltung zu bieten


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