Die Warn-Varianten
Eine offizielle, flächendeckende Warnmeldung wird immer über viele verschiedene Warnmittel bzw. Wege verbreitet. Zum Beispiel über Radio, Fernsehen, Internetseiten, Social Media (bei uns Instagram @gemeinde.niestetal), Warn-Apps, digitale Anzeigetafeln, Lautsprecherwagen oder Sirenen. Ab sofort werden Warn-Nachrichten auch direkt als SMS auf den Handys eingehen. Voraussetzung für den so genannte „Cell-Broadcast“ ist die Installation des aktuellsten Handy-Updates. Bei Feueralarmen für Einsätze im Gemeindegebiet werden lediglich die Sirenen genutzt, nähere Infos könnten u.U. auf dem Instagram Kanal der Feuerwehr (@freiwilligefeuerwehrniestetal) abgefragt werden.
Die warntage
Ob Straßensperrung, Unfall, Gefahrenstoffe oder Feuer. Es ist wichtig aufmerksamer zu sein als sonst und ein Gefühl für die Situation zu entwickeln.
Bei konkreten Gefahren werden die Einsatzkräfte direkt vor Ort informieren!
Der Probealarm in Niestetal findet an jedem 1. Samstag im Monat statt.
Der nächste Bundesweite Warntag findet am 10. September 2026 statt.
Der nächste Landesweite Warntag findet am 11. März 2027 statt.
Die Sirenen-Signale
Sirenen werden für den Bevölkerungsschutz und zur Alarmierung für Feuerwehreinsätze genutzt. Die hervorstechenden Eigenschaften einer Sirene: Sie ist laut und sie ist innerhalb eines großen Radius zu hören. Sirenen sind daher grundsätzlich gut dafür geeignet, Personen sogar im Schlaf über eine bevorstehende Gefahr zu alarmieren. Im Alltag sorgen sie für Aufmerksamkeit. Hierbei spricht man vom sogenannten Weckeffekt. In jedem Fall sollten Sie Ruhe bewahren und sich informieren.
- Feueralarm
ein Signal, das aus einem 12 Sekunden langen Ton und 12 Sekunden Pause besteht, die Signaltöne dauern eine Minute an
- Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall
ein auf- und abschwellender Ton, der eine Minute andauert und alle 2 Sekunden tief bzw. hoch erklingt
- ABC-Alarm (Für Atom- und Chemieunfälle)
ein schnell auf- und abschwellender Ton, der eine Minute andauert und alle 15 Sekunden unterbrochen wird
Die Entwarnung ist ein 1-minütiger Dauerton, ohne Unterbrechung (sehr selten bei Feueralarm).
Die warn-Apps
Mit der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App NINA, erhalten Sie wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen, wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitung oder einen Großbrand. Seit Juli 2025 erhalten Sie in einem neuen Warnbereich Warnmeldungen der Polizei für besondere polizeiliche Lagen, wie beispielsweise die Androhung von Gewalttaten, wie Bombendrohung oder die Warnung vor gefährlichen Straftätern, nach denen öffentlich gefahndet wird. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in die Warn-App integriert.
Abonnieren Sie Gebiete und Orte, für die Sie gewarnt werden möchten: Landkreise, Gemeinden oder Umkreise von einem oder neun Quadratkilometer um einen frei wählbaren Ort sind möglich. Sonst erhalten Sie keine Warnung der Warn-App NINA auf Ihr Smartphone. Am besten abonnieren Sie zum Beispiel den Wohnort und den Ort Ihres Arbeits- oder Ausbildungsplatzes.
Ob Brände, schwere Unwetter oder unerwartete Gefahrensituationen – damit wir von Katastrophen möglichst verschont bleiben, gibt es das Warnsystem KATWARN. Es leitet offizielle Warnungen und Handlungsempfehlungen an die betroffenen Menschen. Über Inhalt, Zeitpunkt und Umfang entscheiden allein autorisierte Behörden und Sicherheitsorganisationen. Das alles kann KATWARN:
- Ortsbezogene Warnungen
- Themen- bzw. Anlassbezogene Warnungen
- Anlassbezogene Warnungen
- Flächenbasierte Warnungen
- Deutschlandweite Warnübersicht
- Weiterleiten und Teilen von Warnungen
- Persönlicher Testalarm
KATWARN wurde entwickelt vom Fraunhofer-Institut FOKUS im Auftrag der öffentlichen Versicherer.
Der Warn-Mix
Wird eine Warnmeldung über einen bestimmten Warnkanal (wie Fernsehen, Radio oder Smartphones) von einer Person im Gefahrenumfeld nicht wahrgenommen oder fällt ein Warnkanal aus, wird gleichzeitig über eine Vielzahl weiterer Warnkanäle (wie Stadtinformationstafeln, Warn-Apps, Lautsprecherwagen und Internetseiten) gewarnt. Je mehr Warnkanäle in den Warnmix einbezogen werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Warnmeldung die Menschen in Deutschland erreicht.
Darüber hinaus ermöglicht es der Warnmix, Warnmeldungen auf verschiedene Arten zu kommunizieren. Zusammen eingesetzt, ergänzen sich die einzelnen Warnkanäle. So kann eine Sirene eine Warnung zwar lautstark verbreiten, jedoch sind nur einzelne Signalfolgen möglich. Der Informationsgehalt einer Meldung in einer Warn-App oder im Radio ist dagegen deutlich höher.
Gerade die wichtigen ersten Handlungsempfehlungen, wie sich Betroffene im ersten Moment vor einer Gefahr schützen können, werden auf diesen Wegen erst darstellbar. Und schließlich können Warnungen so auf akustischem, visuellem und haptischem (z. B. dem Vibrationsalarm eines Smartphones) Wege verbreitet werden.
Die möglichen Gefahren
- Feuer
- Hochwasser und Naturgefahren (Überschwemmungen, Lawinengefahr, Erdbeben oder Sonnenstürme)
- Extrem-Wetterereignisse (schwere Stürme und Sturmfluten, starke Schnee- und Regenfälle oder Hagel, Hitze- und Kältewellen, schwere Gewitter oder hohe UV-Strahlung)
- Waffengewalt und Angriffe
- Chemieunfälle
- Stromausfall
- Ausfall der Versorgung (Strom, Gas, Fernwärme, Telekommunikation, Trinkwasser, Abwasserversorgung und einem Internetzugang)
- Krankheitserreger
- Radioaktivität

