Wie kann ich mein Haus richtig dämmen?- Tipps zur energetischen Gebäudesanierung

    Tipps zur energetischen Gebäudesanierung 



    Wer ein Haus baut oder ein Gebäude energetisch saniert, hat viele Möglichkeiten, Energie zu sparen und damit seinen Geldbeutel spürbar zu entlasten. Langfristig führen solche Maßnahmen immer auch zu einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Das wirkt sich  positiv auf unser Klima aus.

    Unsere Tipps und Anregungen geben Antworten auf die Fragen, welche was Sie beim Hausbau beachten sollten und welche Maßnahmen bei einer energetischen Gebäudesanierung am sinnvollsten sind.


    Einbau modernen Fenstern und Türen

    Sehr viel Wärme kann über Fenster und Türen verloren gehen, wenn sie nicht ausreichend gedämmt sind. Die Wärmeverluste können zwischen 15 % bis nahezu 50 % liegen. Entsprechend hoch sind die Einsparmöglichkeiten, wenn Sie moderne Fenster und Türen einbauen lassen.

    Hierbei sollten Sie auf den sogenannten U-Wert achten – das ist der Wärmedurchgangskoeffizient, der ausdrückt, wie viel Energie durch ein Bauteil verloren geht. Je niedriger dieser Wert ist, desto geringer sind die Energieverluste.

    Moderne Wärmeschutzfenster bestehen aus mindestens zwei Glasscheiben, die durch einen gasgefüllten Hohlraum voneinander getrennt und in ein luftdicht abgeschlossenes System eingefügt sind. Fenster und Türgläser mit zwei Scheiben erreichen heute bereits einen U-Wert von durchschnittlich 1.0 W/m² K. Mit drei Scheiben können sogar Werte von 0,5 W/m² K erzielt werden. Zum Vergleich: Fenster und Türen mit unbeschichtetem Isolierglas, die viele Jahre energetischer Standard waren, haben einen U-Wert von durchschnittlich 2.9 W/m² K.

    Um maximale Ergebnisse in der Wärmedämmung zu erzielen, muss in der Regel auch der Fensterrahmen ausgetauscht werden. Moderne Rahmen sind im Gegensatz zu früheren deutlich besser gedämmt. Es gibt auch hochgedämmte oder mit Mehrkammerprofilen ausgestattete Rahmen. Mit dem Einbau dieser Fenster sollten Sie einen Fachbetrieb beauftragen.

    Wärmedämmung von Dachgeschossdecken

    In einem Haus steigt die Wärme nach oben.  Sie wird durch die oberste Geschossdecke und durch das Dach nach außen abgegeben – wenn die Wärmedämmung fehlt. Ein Dachgeschoss zu dämmen ist im Vergleich zu anderen Dämmungen preiswert und einfach. Außerdem kann die Wärmedämmung des Dachgeschosses die Energieeffizienz eines Hauses um bis zu 30 % steigern.

    Ein Rechenbeispiel: Ein Quadratmeter ungedämmte Dachgeschossdecke verbraucht durchschnittlich 10 bis 15 Liter Heizöl im Jahr. Über eine Dämmung kann dieser Wert auf etwa 1 bis 2 Liter pro Quadratmeter reduziert werden.

    Nicht ausgebaute Dachstühle werden in der Regel auf der Bodenfläche gedämmt, dabei wird der beheizte Gebäudeteil vom unbeheizten abgetrennt. Der Fachhandel hält eine breite Palette unterschiedlicher Dämmmaterialien bereit, die je nach Beschaffenheit und Nutzung des Dachbodens mit zeitlich und finanziell geringem Aufwand eingearbeitet werden können.

    Generell gilt seit der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2009, dass die obere Geschossdecke gedämmt werden muss. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass Energie eingespart, der Wert des Hauses gesteigert und das Wohnklima verbessert wird: Eine Wärmedämmung der oberen Geschossdecke auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, weil dadurch der CO2-Ausstoß reduziert wird.

    Wärmedämmung von Aussenwänden

    Wie viel Wärme ein Haus verliert, hängt zu einem großen Teil davon ab, wie die Gebäudehülle beschaffen ist. Sind die Außenwände nicht gedämmt, liegt der Wärmeverlust zwischen 10 % und 30 %. Wer Energiekosten sparen möchte, sollte deshalb sowohl bei Neubauten als auch bei der energetischen Sanierung von Altbauten an eine Dämmung der Außenwände denken. Eine Maßnahme, die auch den Wert der Immobilie steigert, den Wohnkomfort erhöht und den CO2-Ausstoß minimiert.

    Schon Dämmmaterial mit einer Schichtdicke von 12 cm führt zu einer Heizölersparnis von 12 Litern Heizöl pro Quadratmeter und Jahr. Sofern die Dämmung der Außenwände fachmännisch und umfassend durchgeführt wird, wird es im gesamten Gebäude keine feuchten Ecken oder kalten Wände geben.

    Bei der Dämmung der Außenwände muss die Materialauswahl immer auch den baulichen Gegebenheiten angepasst werden. Eine der günstigsten Lösungen ist häufig ein so genanntes Wärmedämmverbundsystem (WDVS) mit aufeinander abgestimmten Baustoffe, das von außen an den Außenwänden von Gebäuden montiert werden kann. Das Kernelement eines Wärmedämmverbundsystems ist der Dämmstoff, der meist als Platte mithilfe von Klebern und Dämmstoffdübeln auf die tragende Wand angebracht wird.

    Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Dämmstoffe wie Holzfaser, Kork, Hanf, Schilf, Gras, Perlite, Mineralwolle, Mineralschaum, Polystyrol-Hartschaum, Polystyrolpartikel-Schaum, Polystyrolextruder-Schaum oder Polyurethan-Hartschaum. Lassen Sie die Verbundplatten am besten durch Fachbetriebe montieren.

    Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage

    Mit einem so genannten hydraulischen Abgleich kann eine Heizungsanlage optimiert werden, so dass der Energieverbrauch geringer ist. Diese Methode bietet sich an, wenn das Gebäude nach dem Einbau der Heizung saniert wurde oder aber die Räume des Gebäudes ungleichmäßig warm werden.

    Beim hydraulischen Abgleich berechnet ein Heizungsfachmann für jeden Raum eine so genannte Heizlastberechnung. Dabei spielen die Dämmung der Außenwände und des Daches sowie die Heizkörpergröße eine bedeutende Rolle. Anschließend ermittelt der Experte für jeden Raum die Heizwassermenge und den optimalen Druck der Heizungspumpe. Er legt auch fest, wie das Thermostatventil voreingestellt werden sollte, diese Einstellung muss ein Monteur vornehmen.

    In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus kostet der hydraulische Abgleich zwischen 650 und 1.250 Euro – je nachdem, wie viele Thermostatventile ersetzt werden müssen und ob die Heizungspumpe getauscht wird. Im Gegenzug können die Heizkosten durchschnittlich um etwa 110 Euro im Jahr sinken.

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